Josef

27. 3. 2022

  • Rasse: Owtscharka-Mix
  • Geschlecht: Rüde, kastriert
  • Alter: geb. 8. 2021
  • Schulterhöhe: ca. 65 cm
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Beschreibung

Unser wusche­liges Kraft­paket hat inzwi­schen gelernt, seine Kraft zurück­zu­nehmen, nur gelegentlich testet er noch aus, ob man es mit den Regeln wirklich ernst meint. Er wird trainiert und macht auch oft in der Hunde­schule mit, was sich positiv bemerkbar macht.

Im direkten Kontakt mit anderen Hunden tritt er sehr sicher auf, aller­dings muss der Mensch manchmal noch eingreifen, da Josef hier gerne die Kontrolle übernimmt. Bei souve­ränen Hunden könnte dies zu einem Konflikt führen. Kleinen Hunden gegenüber kann er sich zurück­nehmen, mit Hündinnen versteht er sich sehr gut, sofern diese ihn nicht infrage stellen.

Bei Begeg­nungen mit Rüden oder an der Leine pöbelnden Hunden muss Josefs Mensch aufmerksam und präsent bleiben. In solchen Situa­tionen braucht Josef gelegentlich eine klare Erinnerung daran, dass erzie­he­rische Maßnahmen nicht zu seinen Aufgaben gehören. Menschen gegenüber zeigt Josef kein aggres­sives Verhalten. In Konflikt­si­tua­tionen zieht er sich zurück oder versucht, durch Fiddeln, Springen und Bellen Abstand zu gewinnen. Auf fremde Menschen geht er neugierig zu und lässt sich bereit­willig streicheln.

Regel­mäßige Fellpflege gehört bei Josef fest dazu. Kurze Bürsten­ein­heiten akzep­tiert er inzwi­schen gut. Da er körper­liche Einschrän­kungen, etwa Festhalten, nicht mag und dann versucht, sich zu entziehen, ist ein behut­sames Vorgehen wichtig. Dieses Ausweichen sollte respek­tiert werden, damit sein Vertrauen erhalten bleibt. Hat Josef erst einmal Vertrauen gefasst, lässt er bei seinen Bezugs­per­sonen nahezu alles zu.

Josef liebt Strei­chel­ein­heiten und Aufmerk­samkeit. In hoher Erregungslage neigt er aller­dings dazu, sehr aufzu­drehen, weshalb man ruhig und bedächtig mit ihm umgehen sollte. Dazu muss man konse­quent, klar und fair in der Führung sein. Er durch­schaut schnell, wer souverän ist und wer nicht. Bei zu viel Druck oder Härte hält er irgendwann dagegen. Es ist wichtig, dass er Respekt hat und sich auf seinen Menschen in allen Situa­tionen verlässt. Denn er ist wachsam und entwi­ckelt auch Schutz­trieb, das betrifft „seine“ Menschen ebenso wie „sein“ Terri­torium. In dieser Hinsicht ist er durch und durch Herdenschutzhund.

Für Josef wünschen wir uns ein Haus mit sicher einge­zäuntem Grund­stück, engem Kontakt zu seinen Menschen und einem festen Rückzugs­platz. Klare Struk­turen helfen ihm dabei, sich zu orien­tieren und nicht selbst­ständig Entschei­dungen zu treffen. Seine neuen Halter sollten außerdem ausrei­chend Zeit für eine angemessene Auslastung und die konse­quente Fortführung seiner Erziehung einplanen.

Da Josef auf Bewegungs­reize reagiert und Jagdtrieb hat, sollten Katzen oder andere Tiere nicht im neuen Zuhause wohnen. Kinder sollten schon größer und stand­fester sein.

Josef gehört in Hessen zu den sogenannten Listen­hunden und muss daher einen Wesenstest ablegen und sein Besitzer einen Sachkun­de­nachweis. Das stellt für ihn jedoch kein Hindernis dar, denn er hat bereits erfolg­reich einen positiven Wesenstest mit seiner Tierheim­be­zugs­person abgelegt.