Pat

15.03.2022

  • Rasse: Kaninchen
  • Geschlecht: männlich, kastriert
  • Farbe: tricolor
  • geb: 01.2019
  • Fundort: vor Tierheim Tür

Beschreibung

Der arme Pat hat in seinen jungen Jahren schon so einiges mitmachen müssen. So wurde er mit seinem Kumpel Patachon in einer Kiste vor dem Tierheim ausge­setzt. ( Näheres siehe unten) Die Kaninchen waren in einem desolaten Zustand und mussten erstmal aufge­päppelt werden. Leider schaffte es sein Kumpel nicht und verstarb kurze Zeit später. Auch Pat ging es lange Zeit nicht gut, beschwert kam hinzu, dass er so alleine sehr traurig war, bis er dann nach der Kastration Hermine und Hedwig kennen lernen durfte. Ab da blühte der nette Kanin­chenmann förmlich auf. Er kümmert sich ganz rührend um die beiden Mädels. Da wird ganz viel gekuschelt und sich gegen­seitig geputzt. Man sieht, wie glücklich er mit den Beiden ist. Leider mussten bei Pat ein paar Zähne gezogen werden und die Vorhan­denen müssen ab und an gekürzt werden. Deshalb suchen wir Menschen, die sich gut mit Kaninchen und dieser Proble­matik auskennen. In Zukunft soll er unbedingt in einer artge­rechten Haltung und zusammen mit Artge­nossen leben dürfen. Sein größtes Glück wäre natürlich, wenn er mit einem oder beiden Mädels zusammen ins neue Zuhause einziehen dürfte.

 

15.03.2022: Wieder einmal stand eine Trans­portbox vor unserer Tierheimtür, in ihr saßen zwei verängs­tigte Kaninchen.  Als wir sie heraus­holten, um sie näher anzuschauen, waren wir geschockt. Beide waren voller Kot, die Krallen viel zu lang und die Zähne so lang und krumm, dass es ihnen kaum noch möglich war Nahrung aufzu­nehmen. Aus den Nasen­lö­chern floss bereits der Eiter heraus. Leider konnten wir den Beiden weiteren Stress nicht ersparen, wir befreiten sie vom Kot und den verfilzten Stellen und schnitten ihnen die Krallen. Anschließend wurden sie zum Tierarzt gefahren. Dort wurden sie unter­sucht und ihnen am nächsten Tag unter Narkose die Zähne gekürzt.

Den beiden ging es so schlecht, dass wir nicht wussten, ob sie die ersten Tage überlebten. Mittler­weile haben sie sich etwas erholt, aber sie sind noch immer nicht über den Berg. Die Zähne müssen nachge­schliffen werden und die Behandlung wegen der Verei­terung und Schnupfen wird noch eine Weile andauern.

Wir wissen nicht, aus welchem Grund diese beiden Tiere angeschafft wurden, meistens wollen die Eltern ihren Kindern eine Freude bereiten. Es ist ja auch wichtig, dass Kinder den Umgang mit Tieren lernen, aber wenn diese kein Interesse mehr zeigen, werden die Tiere schnell überflüssig und dann stehen die Eltern in der Verant­wortung für diese Tiere. Es ist sehr traurig, wenn sich dann niemand mehr um die vierbei­nigen Freunde kümmert und die Tiere einfach so ihrem Schicksal überlassen werden.

Es ist unvor­stellbar, was für ein Martyrium die Beiden erleben mussten. Diese ganze Prozedur und vor allem die Schmerzen, hätte man den Beiden ersparen können, wenn der Besitzer frühzeitig zu einem Tierarzt gefahren wäre. Sie in einem solch schlechten Zustand auszu­setzen ist wirklich sehr verant­wor­tungslos. In wenigen Tagen wären sie jämmerlich verhungert und dass obendrein noch unter stärksten Schmerzen.

Das traurige an dieser ganzen Sache ist, dass es immer wieder solche Menschen gibt, die sich den Tieren gegenüber so verhalten, somit unnötiges Leid verur­sachen und obendrein die dadurch entste­henden Kosten dem Tierheim aufbürden.

Update 14.06.: Patachon hat es leider nicht geschafft! Es macht uns sehr traurig, dass er heute über die Regen­bo­gen­brücke laufen musste.

Wer uns und damit den Tieren in diesem oder ähnlichen Fällen helfen möchte, kann dies gerne mit einer Spende tun.

Tierheim Fulda-Hünfeld
Sparkasse Fulda
IBAN: DE54 5305 0180 0000 017763
BIC:   HELADEF1FDS

Wir sind wie immer für jede Unter­stützung dankbar.

Herzlichen Dank

Ihr/Euer Tierheim-Team